1,2 Gigawattstunden Weltweit größter Batteriespeicher entsteht in Australien

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Großspeicher sind wichtig als Puffer im Netz. Nun entsteht in Australien der mit 1,2 GWh weltweit größte Batteriespeicher.

So könne sie aussehen: die 1,2-Gigawatt-Batteriespeicheranlage in Australiens Hunter Valley.
So könne sie aussehen: die 1,2-Gigawatt-Batteriespeicheranlage in Australiens Hunter Valley.
(Bild: CEP Energy)

Offensichtlich motiviert durch den großen Erfolg der riesigen 150-MWh-Batteriespeicher von Tesla, der 2017 in Südaustralien gebaut wurde, hat der Nachbarstaat Victoria eine 300-MWh-Anlage angekündigt, die Ende dieses Jahres in Betrieb gehen soll. Nun wird ein neues Projekt in New South Wales diese beiden Projekte zusammen in den Schatten stellen.

CEP Energy hat soeben den größten jemals geplanten Batteriespeicher angekündigt. Mit 1,2 GWh setzt er einen neuen globalen Maßstab – der allerdings schon bald von etwas noch Größerem in den Schatten gestellt werden könnte, wenn die Umwelt- und Kostenvorteile solcher Großsspeicher besser verstanden werden.

Batterie-Großspeicher nehmen überschüssige erneuerbare Energie auf, die nicht synchron mit der Nachfrage erzeugt wird. Darüber hinaus eignen sie sich auch hervorragend, um unerwartete Spitzen in der Stromnachfrage auszugleichen. Sie sind profitabel für die Unternehmen, die sie betreiben, und sie senken die Stromrechnungen für die Verbraucher.

Im Fall des 1,2-GWh-Batteriespeichers scheint es auch einen politischen Aspekt zu geben. CEP Energy wird laut Renew Economy vom ehemaligen NSW-Premier Morris Iemma geleitet, dessen linksgerichtete Labor-Partei nachhaltige Energieprojekte vorantreibt – im Gegensatz zum derzeitigen australischen Premierminister Scott Morrison und seiner rechtsgerichteten Liberal/Nationalen Koalition, die an fossilen Brennstoffen festhalten wollen. Der Standort dieses 1,2-GWh-Batterieprojekts in Kurri Kurri liegt genau dort, wo die Morrison-Regierung neue Projekte für Kohle- und Gasgeneratoren forciert hat.

Die 1,2-GWh-Batterieanlage soll schrittweise in Betrieb gehen und 2023 den Betrieb aufnehmen. Der Batterielieferant ist noch nicht ausgewählt worden.

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