Förderung in den USA SiC-Hersteller Wolfspeed bemüht sich um Millionenförderung der US-Regierung

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Um die Zukunft der SiC-Technologie in die Wege zu leiten, versucht Wolfspeed zum einen 750 Millionen USD Förderung über den CHIPS and Science Act zu ergattern, zum anderen gibt es Zusagen über 750 Millionen USD von einer Investmentgruppe. Diese und weitere in Aussicht gestellte Gelder sollen die inländische Produktion von Siliziumcarbid für saubere Energiesysteme und weitere Technologien der Leistungselektronik fördern.

Die US-Regierung fördert mit dem CHIPS and Science Act viele Unternehmen der heimischen Chip-Lieferkette; auch Wolfspeed möchte mitmischen (Symbolbild).(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Die US-Regierung fördert mit dem CHIPS and Science Act viele Unternehmen der heimischen Chip-Lieferkette; auch Wolfspeed möchte mitmischen (Symbolbild).
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Siliziumcarbid (SiC) und Galliumnitrid (GaN) haben sich in der Vergangenheit aufgrund der Effizienz, der Schaltgeschwindigkeiten und der thermischen Eigenschaften als Halbleitermaterial für die Leistungselektronik hervorgetan. SiC- und GaN-Produkte werden in Anwendungen wie Elektrofahrzeugen, Solarenergie, Industriemotoren und Energiespeichersystemen genutzt, kommen aber auch für Hochfrequenz- und LED-Technologien zum Einsatz.

Ein Hersteller, der sich auf SiC- und GaN-Halbleiter spezialisiert hat, ist das US-amerikanische Unternehmen Wolfspeed. Und die Verantwortlichen verkünden mit Freude, dass in der kommenden Zeit mit hohen Finanzierungssummen zu rechnen sei. Am 15. Oktober 2024 unterzeichneten die Verantwortlichen von Wolfspeed und der US-Handelskammer eine unverbindliche vorläufige Absichtserklärung, die eine Förderung aus dem CHIPS and Science Act in Höhe von 750 Millionen US-Dollar vorschlägt.

Gleichzeitig hat die Investorengruppe The Baupost Group, geführt von Apollo, zugestimmt, Wolfspeed weitere 750 Millionen US-Dollar in Finanzierungsmitteln zur Verfügung zu stellen. Das ist eine der Anforderungen, um sich für das CHIPS-Geld zu qualifizieren. Und dann stellt Wolfspeed noch in Aussicht, in den kommenden Jahren unter dem CHIPS and Science Act über Steuergutschriften für fortgeschrittene Elektronikfertigung rund eine Milliarde US-Dollar zu erhalten. Insgesamt stünden dem Unternehmen also bis zu 2,5 Milliarden USD Kapital zur Verfügung, um die Herstellung von Siliziumcarbid in den USA voranzutreiben.

Das Kleingedruckte lesen

Die Absichtserklärung bedeutet freilich nicht, dass alles so kommen muss. Tatsächlich merken die Leute von Wolfspeed folgende Klauseln an.

„Die Absichtserklärung umreißt die wichtigsten Bedingungen für eine CHIPS-Prämie, einschließlich des vorgeschlagenen Betrags und der Form der Prämie, und sieht vor, dass die Auszahlung der Mittel vom Erreichen bestimmter betrieblicher und baulicher Meilensteine und anderer Anforderungen abhängig gemacht wird. Wolfspeed verpflichtet sich, durch die Ausgabe von vorrangigen Schuldverschreibungen im Rahmen eines geänderten und neu gefassten Schuldscheindarlehens in drei Tranchen insgesamt 750 Mio. USD an Fremdkapital aufzunehmen. Wolfspeed und seine Kreditgeber, angeführt von Apollo-Fonds, haben sich auf diese zusätzliche Finanzierung geeinigt, einschließlich 250 Millionen Dollar, die innerhalb von zehn Geschäftstagen zur Verfügung stehen sollen.“

„Wolfspeed muss weitere Maßnahmen in Bezug auf seine Kapitalstruktur ergreifen, einschließlich (a) der Umstrukturierung oder Refinanzierung seiner ausstehenden Wandelanleihen 2026, 2028 und 2029 in bestimmten Zeitabständen vor ihren jeweiligen Fälligkeitsterminen, (b) der Stundung von insgesamt 120 Millionen US-Dollar an Bargeldzinszahlungen, die vor dem 30. Juni 2025 im Rahmen einer unbesicherten Vereinbarung über rückzahlbare Kundeneinlagen fällig werden, und (c) der Beschaffung von zusätzlichem Kapital in Höhe von bis zu 300 Millionen US-Dollar aus anderen Quellen als Fremdkapital in den nächsten zwölf Monaten.“ Es gibt also einiges zu tun für das Geld der US-Regierung. (sb)

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