Leistungshalbleiter Die nächste SiC-Pleite: JS Foundry meldet Insolvenz an

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Nicht nur die langsame Marktentwicklung im EV-Bereich, sondern auch die zunehmende Konkurrenz aus China macht Herstellern von SiC-Lösungen das Leben schwer. Nach Wolfspeed aus den USA hat jetzt JS Foundry aus Japan Insolvenz angemeldet.

JS Foundry hat Insolvenz angemeldet.(Bild:  JS Foundry)
JS Foundry hat Insolvenz angemeldet.
(Bild: JS Foundry)

Japanische Medien berichten, dass der heimische Hersteller von Siliziumkarbid-Halbleitern JS Foundry Insolvenz angemeldet hat. Der Bürgermeister der Stadt Ojiya in der Präfektur Niigata hat sein Bedauern darüber ausgedrückt, dass die Mitarbeiter sofort entlassen wurden; etwa 500 bis 600 sollen es gewesen sein (via ElectronicsWeekly). In Niigata betreibt JS Foundry einen Produktionsstandort, der vormals von Sanyo gebaut worden war. In den 2010er-Jahren wechselte mit Onsemi der Besitzer, 2022 wurde die Fab an JS Foundry verkauft.

JS Foundry war erst im Jahr 2022 gegründet worden. Zur Gründung wurden bereits große Pläne geschmiedet. Laut Nikkei News planten die Verantwortlichen von JS Foundry die Produktionskapazität aufgrund der steigenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2027 auf das 2,5-fache der damaligen Kapazität zu erweitern. Auch positive Signale von potenziellen Kunden haben für den optimistischen Ausblick gesorgt.

Allerdings sieht die Lage nun etwas anders aus. Die Nachfrage nach Produkten für Automotive hat sich verlangsamt und die Konkurrenz im SiC-Markt wird größer. Im Jahr 2023, dem ersten Betriebsjahr von JS Foundry, hatte das Unternehmen Einnahmen in Höhe von 68 Millionen US-Dollar, im vergangenen Jahr waren es hingegen 17,6 Millionen US-Dollar. So haben sich Schulden in Höhe von 110 Millionen US-Dollar angehäuft, sodass es zur Insolvenzanmeldung am Bezirksgericht Tokio kam. (sb)

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