Einsparungen Schwache Nachfrage nach Renesas-Chips kostet Jobs

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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„Weniger als 1.000“ Jobs werden beim japanischen Chip-Hersteller Renesas gestrichen, dessen Chips sich unter anderem in den Autos der Marken Toyota, Nissan und Honda befinden. Auch Gehaltserhöhungen wurden kassiert. Informiert wurde die Renesas-Belegschaft Berichten zufolge noch vor Jahreswechsel.

Die Krisenstimmung in der Automobilbranche hält an. Chiphersteller Renesas spart daher Stellen ein (Symbolbild).(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Die Krisenstimmung in der Automobilbranche hält an. Chiphersteller Renesas spart daher Stellen ein (Symbolbild).
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Beim japanischen Chiphersteller Renesas macht sich die schwache Nachfrage nach Automobilchips bemerkbar, was in einer abermaligen Streichung von Stellen resultiert. Dieses Mal sollen weniger als fünf Prozent (oder weniger als 1.000) Angestellte betroffen sein, heißt es bei der Nachrichtenagentur Reuters, die einen Bericht von Nikkei aufgegriffen hat. Die Entlassungen sollen die „Fähigkeit des Unternehmens verbessern, die langfristige Wachstumsstrategie umzusetzen und gleichzeitig die anhaltende Marktschwäche zu berücksichtigen“, so zitiert Reuters einen Sprecher von Renesas. Genaue Angaben dazu, wie viele Jobs international gestrichen werden, gibt es nicht.

Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass man sich in der Leitung von Renesas mit Maßnahmen zur Restrukturierung auseinandersetzen muss. 2012 wurde geplant, rund zwölf Prozent der Belegschaft abzubauen, was damals etwa 5.000 Mitarbeitenden entsprach. Sechs Jahre später, 2018, geriet das Unternehmen abermals ins Schlingern und plante die Kürzung von Arbeitsplätzen. Dieses Mal, also 2025, sollen wie erwähnt nicht ganz so viele Mitarbeitende ihren Hut nehmen - dafür wurden auch fürs Frühjahr 2025 geplante Gehaltserhöhungen für Personen aus den höheren Etagen gestrichen, heißt es.

Renesas ist weithin für Chips für den Automotive-Bereich bekannt und versucht bereits seit Jahren, auf die Schwäche im Automobilmarkt mit einer Diversifizierung des Portfolios zu reagieren. 2024 geschah das unter anderem durch die angestoßene Akquise des GaN-Chipherstellers Transphorm sowie des EDA-Software-Unternehmens Altium. Doch auch das Automotive-Geschäft trägt in Zukunft hoffentlich wieder Früchte. Jüngst, zur CES 2025, machten Renesas und Honda eine Partnerschaft bekannt, in deren Rahmen Hochleistungs-SoCs für softwaredefinierte Fahrzeuge entworfen und Ende der 2020er-Jahre in Hondas Fahrzeuge integriert werden sollen. Der neue SoC wurde entwickelt, um eine KI-Leistung von 2.000 TOPS in Kombination mit einer Energieeffizienz von 20 TOPS/W zu liefern. Er soll in zukünftigen Modellen der „Honda 0 (Zero) Series“, Hondas neuer Elektrofahrzeugserie, eingesetzt werden. (sb)

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