Das smarte Lastenrad Das Fahrrad von morgen. Ein halbes Auto?

Von Dipl.-Ing. (FH) Michael Richter 3 min Lesedauer

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Automatische Stützräder und Beleuchtung, Rundum-Kamera und Selfie-Mode. E-Bikes werden immer smarter. Alles nur teurer Schnickschnack oder eine technische Notwendigkeit für mehr Sicherheit und Komfort?

Der Fahrer bekommt auf dem Display alle notwendigen Informationen angezeigt.(Bild:  TARRAN)
Der Fahrer bekommt auf dem Display alle notwendigen Informationen angezeigt.
(Bild: TARRAN)

Modelle wie das Tarran T1 Pro oder das Lovens Explorer sind intelligente und innovative E-Lastenfahrräder, welches speziell für große Einkäufe oder sogar Familien entwickelt wurden. Mit Längen von bis zu 2,6 m bieten sie theoretisch Platz für bis zu drei Kinder und sollen dabei noch wendig und handlich sein. Merkmale wie automatisch ausfahrende Stützräder für niedrige Geschwindigkeiten sollen das Umkippen verhindern.

Assistenzsysteme

Der Fahrer muss eigentlich nicht mehr viel machen. Angetrieben wird das T1 Pro z.B. von einem leistungsstarken Mittelmotor mit 100 Nm Drehmoment. Eine Doppelbatterie mit einer maximalen Kapazität von 1,5 kWh sorgt für bis zu 200 km Reichweite. Die intelligente Steuerung des Fahrrads erfolgt über einen 5,2-Zoll-Touchscreen mit dem hauseigenen Betriebssystem. Darüber kann der Fahrer Funktionen wie Beleuchtungssteuerung, Navigation und Verriegelung bedienen. Das System verfügt außerdem über eine 1080P-Kamera für Ein-Klick-Selfies sowie ein smartes Beleuchtungssystem mit automatischen Blinkern. Die Sicherheit soll durch diese zahlreiche Features erhöht werden. Eingebaute Kameras und ein Radarsystem überwachen sogar kontinuierlich die Umgebung und warnen vor herannahenden Fahrzeugen.

Für Alltagsfahrer und Pendler können Systeme wie Tretunterstützung, Navigationshilfen und Sicherheitsfeatures wie ABS oder Beleuchtung die Mobilität erheblich erleichtern und sicherer machen. Lastenfahrräder profitieren besonders von Stabilitätskontrollen und intelligenten Steuerungen. Gleichzeitig können solche Technologien, insbesondere für Gelegenheitsfahrer, als überflüssig empfunden werden, da sie Kosten und Gewicht erhöhen. Die entscheidende Frage ist, ob die Funktionalität den individuellen Bedarf deckt – für Vielnutzer und urbane Logistik ist die Investition in Assistenzsysteme meist sinnvoll, während Minimalisten oder Freizeitfahrer sie oft als Luxus betrachten. Die Haltbarkeit von Assistenzsystemen bei Fahrrädern hängt maßgeblich von der regelmäßigen Wartung und den Einsatzbedingungen ab. Zunehmende Elektronik und Softwareabhängigkeit macht solche Fahrräder anfälliger für Defekte, insbesondere bei starker Beanspruchung oder widrigen Witterungsbedingungen.

Die Zukunft des Fahrradmarktes

Elektronik trifft auf Velo-Business

Velotronics Summit

Der Velotronics Summit beleuchtet die technische elektronische Entwicklung des Fahrrads und artverwandter Fahrzeugkategorien, und wirft damit unmittelbar auch ein Licht auf die Zukunft des Fahrradmarktes.

Experten geben Input zu technischen Trends und Entwicklungen bei E-Bikes und Fahrzeugen der leichten Elektromobilität sowie deren Baugruppen. Es werden elektronische und digitale Peripherie rund um das Fahrrad als Mobilitäts- und Sportgerät, wie zum Beispiel Cloud-Services, IOT und Wearables beleuchtet.

Haltbarkeit

Die Integration moderner Technologien in Fahrräder wirft viele Fragen auf. Kritische Stimmen würden fragen, ob gerade bei hochentwickelten Modellen wie dem Tarran T1 Pro, Features wie ein Quad-Core-Prozessor oder eine Selfie-Kamera den Nutzern einen echten Mehrwert bieten können. Doch besonders innovative Funktionen wie die Umgebungsüberwachung, zeigen wie Technik die Sicherheit und den Komfort für den Fahrer erheblich steigern kann. Angesichts der Herausforderungen im Stadtverkehr, wo Radwege oft unzureichend und Straßen stark frequentiert sind, bieten solche Technologien eine zusätzliche Schutzebene. Moderne Assistenzsysteme könnten also eine wichtige Rolle dabei spielen, Fahrradfahrer in einem komplexen urbanen Umfeld zu unterstützen und gleichzeitig den Fahralltag zu erleichtern.

Diskussion: Schnickschnack oder Notwendigkeit?

Sie wollen mehr über die Vernetzung bei Fahrrädern erfahren? Sie sind Hersteller und würden gerne über rechtliche Aspekte und Sicherheit diskutieren? Dann kommen Sie zum Velotronics Summit nach Würzburg. Wir bringen die Fahrrad-Branche und Technik-Experten bei unserem neuen Kongress zusammen.  (mr)

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