Nachhaltige Herstellung von Leistungselektronik Null-Emissionswerk von ZF eröffnet

Aktualisiert am 06.03.2024 Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Nachhaltigkeit ist in der Fertigung von Bauteilen und Herstellung von Elektronik ein heißes Thema. Um den CO₂-Fußabdruck in der Produktion zu reduzieren, hat ZF sein Werk für Leistungselektronik im tschechischen Klášterec zur Null-Emissionsfabrik umgebaut und neu eröffnet.

Das Leistungselektronik-Werk in Klášterec ist ZFs erstes Null-Emissionswerk.(Bild:  ZF Group)
Das Leistungselektronik-Werk in Klášterec ist ZFs erstes Null-Emissionswerk.
(Bild: ZF Group)

Die Betreiber eines Null-Emissionswerks streben danach, die gesamten Emissionen auf null zu reduzieren oder zu kompensieren, indem sie erneuerbare Energiequellen und energieeffiziente Technologien nutzen sowie Möglichkeiten zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung erkunden.

Das Ziel eines Null-Emissionswerks ist es, einen positiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten und den ökologischen Fußabdruck der industriellen Produktion zu minimieren.

Das Konzept eines solchen Werks gewinnt nicht nur mit Blick auf die Umwelt an Bedeutung, sondern poliert zusätzlich das Unternehmensimage in der Öffentlichkeit auf, der Nachhaltigkeit und Klimaschutz immer wichtiger wird. Entsprechend gibt es zahlreiche Firmen, die den Umbau beziehungsweise den Neubau ihrer Fabriken auf Null-Emissionsstrategien auslegen. Eine davon ist Technologiekonzern ZF.

Null-Emissionswerk für Leistungselektronik

Vor anderthalb Jahren beschlossen die Verantwortlichen von ZF den Umbau des Leistungselektronik-Werks im tschechischen Klášterec gemäß Null-Emissionskonzepten. In dem Werk nordwestlich von Prag stellen fast 700 Mitarbeitende Leistungselektronik-Komponenten her, die in ZF-Werken in Deutschland und Serbien in E-Motoren verbaut werden. Der Umbau des Standorts in Tschechien ist inzwischen abgeschlossen und das Werk der Division Electrified Powertrain Technology dient jetzt als Beispiel für alle ZF-Fabriken weltweit.

Denn ZF hat ein Ziel vor Augen: Bis zum Jahr 2040 will man über alle Wertschöpfungsketten hinweg klimaneutral sein. „Die nachhaltige Transformation am Standort Klášterec ist wegweisend für unser gesamtes Produktionsnetzwerk und hilft uns, die Treibhausgasemissionen maßgeblich zu reduzieren“, sagt Stephan von Schuckmann vom ZF-Vorstand dazu.

3.400 Solarmodule - und doch zu wenig

Auf den Dächern des Werks sowie auf Grünflächen in der Nähe wurden rund 3.400 Solarmodule installiert, um Strom selbst zu produzieren. Das klingt nach viel, allerdings, so die Kalkulationen von ZF, decken die Module gerade einmal rund 20 Prozent des jährlichen Strombedarfs ab. Deswegen wird Strom aus regenerativen Quellen hinzugekauft.

Geheizt wird über Wärmepumpen, die die bisher genutzte Gasheizung ersetzen und nicht nur einen Teil zur Vermeidung von Treibhausgasen beitragen, sondern obendrein die ursprünglichen Heizkosten um 50 Prozent drücken. „In den Wintermonaten nutzt das Werk Klášterec die natürliche Umgebungskälte zur Klimatisierung der Werksanlagen. Diverse Maßnahmen zur verbesserten Wärmeisolierung sowie zur Wärmerückgewinnung runden dieses lokale Klimakonzept ab“, so ZF. (sb)

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