Millionen-Förderung für Mikroelektronik EU-Kommission bewilligt Förderung von Infineons Smart Power Fab bei Dresden

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Von der EU-Kommission kommen positive Nachrichten für den Smart-Power-Fab-Ausbau von Infineon bei Dresden. Im Rahmen des European Chips Acts wurde der Förderung des Bauvorhabens zugestimmt, nun fehlt nur noch die finale Zusage des BMWK. Die Smart Power Fab soll 2026 in Betrieb gehen.

Die Smart Power Fab von Infineon bei Dresden: Ab 2027 sollen die ersten Produkte das Werk verlassen.(Bild:  Infineon Technologies)
Die Smart Power Fab von Infineon bei Dresden: Ab 2027 sollen die ersten Produkte das Werk verlassen.
(Bild: Infineon Technologies)

In und um Dresden entsteht ein bedeutender Halbleiter-Hub, der die Region als Standort für Mikroelektronik in Europa etabliert. Bereits heute ist das sogenannte „Silicon Saxony“ mit Unternehmen wie Infineon und GlobalFoundries ein wichtiger Standort der Halbleiterproduktion in Europa. In die Region wird fleißig investiert, unter anderem im Rahmen der ESMC-Fab von TSMC, Bosch, Infineon und NXP, die mit Unterstützung der deutschen und europäischen Förderprogramme entsteht. Abseits davon sorgen Forschungseinrichtungen wie die TU Dresden und das Fraunhofer IPMS für technologische Innovationen.

Von der Investitions- und Subventionierungsstrategie der deutschen und europäischen Regierungen profitiert Infineon Technologies nicht nur mit dem ESMC-Joint-Venture, sondern auch mit dem Auf- und Ausbau der Smart Power Fab bei der sächsischen Landeshauptstadt. Für den Bau des vierten Fabrikmoduls für eine 300-mm-Frontend-Fertigungslinie gibt es jetzt ein Go. Nicht das Go zum Bau, denn die Smart Power Fab wird bereits seit März 2023 errichtet. Die Genehmigung, die die EU-Kommission am 20. Februar 2025 erteilt hat, ist die Zustimmung zur Förderung der Smart Power Fab im Rahmen des European Chips Acts.

Bedeutet: Anders als es oft bei den Fab-Förderungen in der Halbleiterei läuft, haben die Verantwortlichen von Infineon Technologies bereits Investitionen getätigt und können sich jetzt auf einen Förderbescheid vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz freuen. Der steht auch weiterhin auf dem Zettel, wie Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck mitteilt. „Das Infineon-Projekt am Standort Dresden stärkt die Chipversorgung in Deutschland und Europa und reduziert kritische Abhängigkeiten in einem Hochtechnologiebereich. Daher freue ich mich, dass die Europäische Kommission eine Förderung genehmigt hat. Zugleich zeigt das Infineon-Projekt, dass Deutschland ein attraktiver und wettbewerbsfähiger Standort für Investitionen in hochinnovative Technologien wie die Mikroelektronik ist.“ Der Bund plant, die Smart Power Fab mit bis zu 920 Millionen Euro zu unterstützen.  Das vierte Modul der Fabrik soll zur Herstellung von Analog/Mixed-Signal-Technologien und Leistungshalbleitern genutzt werden.

Flexible Fertigung als Beispiel moderner Produktion mit geringer Downtime

Infineon verfolgt mit der Smart Power Fab das Ziel, am Standort Dresden eine weltweit wegweisende, flexible Fertigungslinie auf- und auszubauen. Das bedeutet, dass auf den Maschinen unterschiedliche Technologien ohne Umrüstung gefertigt werden können, was zeit- und damit kosteneffizient ausfallen kann.

Der Aufbau einer flexiblen Fertigungslinie allerdings geht erst einmal ins Geld, denn die Automatisierung, digitale Steuersysteme und modulare Maschinen können schnell teuer werden. Sobald die Fab erst einmal eingerichtet ist, kann die Produktion in Windeseile auf Kundenwünsche reagieren. Ressourcen wie Zeit und Platz werden durch die flexiblen Einsatzmöglichkeiten und geringeren Stillstandszeiten der Maschinen effizienter genutzt. Solche flexiblen Fertigungslinien sind insbesondere bei kleinen und mittelgroßen Serien kosteneffektiv; wenn es an die Produktion großer Stückzahlen geht, dann kann es hingegen eher zu Effizienzverlusten kommen. (sb)

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