Über 400.000 Euro TU Graz profitiert von Messtechnik für Forschung und Lehre

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 3 min Lesedauer

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Für Forschung und Lehre erhält die TU Graz Messtechnik im Wert von über 400.000 Euro von Dewetron. Das Sponsoring soll Forschung und Lehre in der Thermodynamik, nachhaltigen Antrieben und erneuerbaren Energien stärken. Davon profitieren Forschung und Industrie.

Messtechnik für Forschung und Lehre: Die Technische Universität Graz bekommt von Dewetron Messtechnik im Wert von über 400.000 Euro.(Bild:  Dewetron)
Messtechnik für Forschung und Lehre: Die Technische Universität Graz bekommt von Dewetron Messtechnik im Wert von über 400.000 Euro.
(Bild: Dewetron)

Messtechnik im Wert von über 400.000 Euro erhält die Technische Universität Graz (TU Graz) von Dewetron, einem Messtechnik-Hersteller aus der Steiermark. Mit dem Sponsoring werden die Institute für Thermodynamik und Nachhaltige Antriebe, Elektrische Anlagen und Netze sowie Mess- und Sensortechnik unterstützt und gefördert. Die vielseitigen Messsysteme werden in Laborübungen und Abschlussarbeiten zum Einsatz kommen und sollen Antworten auf umweltrelevante Fragestellungen geben.

Die Kooperation zwischen Dewetron und der TU Graz bietet weit mehr als nur die Möglichkeit, das eigene Unternehmensprofil im akademischen Umfeld zu stärken. Sie stellt eine langfristige Investition in den Innovationsprozess dar. Durch das Sponsoring von Forschungsprojekten und die enge Zusammenarbeit mit Studierenden wird das Unternehmen in die Entwicklung neuer Technologien eingebunden, die potenziell in kommerzielle Anwendungen überführt werden können. „Durch die Forschung an der TU Graz können wir neue Anwendungsfelder identifizieren, insbesondere in Feldern wie elektrische Antriebssysteme und erneuerbare Energien,“ erklärt Christoph Wiedner. Dies eröffnet die Chance, nicht nur technologisch an vorderster Front zu bleiben, sondern auch neue Märkte zu erschließen – etwa in der Energietechnik, im Maschinenbau oder der Elektronikindustrie.

Partnerschaft sorgt für neue Geschäftsmodelle

Christoph Wiedner ist CEO von Dewetron: „Die TU Graz profitiert von der Messtechnik bei der Leistungsmessung und -analyse“.(Bild:  Dewetron)
Christoph Wiedner ist CEO von Dewetron: „Die TU Graz profitiert von der Messtechnik bei der Leistungsmessung und -analyse“.
(Bild: Dewetron)

Darüber hinaus ermöglicht die Zusammenarbeit, sich frühzeitig mit neuen technischen Entwicklungen auseinanderzusetzen, die in der Grundlagenforschung entstehen und potenziell die Basis für zukünftige Geschäftsmodelle bilden. „Diese Kooperation könnte zu neuen Geschäftsmodellen führen, indem wir gemeinsam Technologien entwickeln, die kommerzielle Anwendungen finden,“ sagt Wiedner. Somit wird deutlich, dass die Partnerschaft mit der TU Graz nicht nur auf kurzfristige Forschungserfolge abzielt, sondern auch langfristig die Innovationskraft des Unternehmens stärkt.

Die hochpräzisen Messsysteme spielen eine zentrale Rolle in den Forschungsprojekten der TU Graz. Sie kommen vor allem in der Energietechnik und Leistungselektronik zum Einsatz und liefern dabei entscheidende Messdaten, die zur Weiterentwicklung dieser Technologien beitragen. Diese präzise Messtechnik ist unverzichtbar, um Fortschritte bei der Optimierung von energieeffizienten Schaltungen oder der Leistungselektronik zu erzielen. „Unsere Messsysteme unterstützen die Universität bei der präzisen Leistungsmessung und -analyse, was für die Weiterentwicklung von Leistungselektronik von entscheidender Bedeutung ist,“ sagt Wiedner.

Mehr Effizienz bei Solar- und Windkraftanlagen

Die Messtechnik von Dewetron leistet auch einen wesentlichen Beitrag zu den nachhaltigen Forschungsprojekten der TU Graz. Diese Projekte fokussieren sich auf erneuerbare Energien und die Entwicklung energieeffizienter Elektroniksysteme, die entscheidend für den Übergang zu einer klimafreundlichen Zukunft sind. „Unsere Systeme können detaillierte Messungen von elektrischen, mechanischen und Umgebungsparametern liefern, die notwendig sind, um die Effizienz von Solar- und Windkraftanlagen zu maximieren,“ führt Wiedner weiter aus. Dies zeigt, wie wichtig präzise Messtechnik ist, um nachhaltige Technologien konsequent weiterzuentwickeln.

Besonders in der Forschung hilft die Messtechnik von Dewetron, um Energieumwandlung und -speicherung weiter zu verbessern. Intelligente Energiemanagementsysteme und effizientere erneuerbare Energiequellen sind nicht nur ein Ziel der akademischen Forschung, sondern auch von großem Interesse für die Industrie. „Die Messgeräte verfügen über Abtastraten von bis zu 10 MS/s pro Kanal, was eine äußerst präzise Erfassung schneller Signalveränderungen ermöglicht. Die Leistungsgenauigkeit unserer Systeme liegt bei 0,04 Prozent, was sie ideal für hochpräzise Leistungsmessungen in Forschungsumgebungen macht“, sagt Wiedner.

Mit der Messsoftware OXYGEN können mehrere ein- bis neunphasige Systeme analysiert werden, modulare Spannungs- und Stromeingänge erfassen 2.000 Vpeak, direkte Ströme und mehrere 1.000 Ampere mit hochpräzisen Stromwandlern. Mit bis zu 1.000 Kanälen im Verbundsystem bieten sie ausreichend Kapazität, um sowohl analoge als auch digitale Signale sowie Strommessungen gleichzeitig zu erfassen. „Diese Vielseitigkeit unserer Systeme erlaubt Anwendungen in der Leistungselektronik, im Automobilbau oder bei erneuerbaren Energien, wo sowohl hohe Genauigkeit als auch Flexibilität erforderlich sind“, sagt Wiedner abschließend. (heh)

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