Brennstoffzellen-Stacks erfordern präzise Testsysteme für hohe Ströme bei niedrigen Spannungen. Die DC-Stromversorgungen und regenerativen Lasten von EA Elektro-Automatik arbeiten mit Autoranging-Technologie von 0 bis 2.000 V und speisen 96 % der Testenergie zurück.
Brennstoffzellen: Für leistungsfähige Brennstoffzellen sind passende Testlösungen erforderlich, die präzise, flexibel und effizient sind. Neben Oszilloskop-Messtechnik sind auch Stromversorgungen und Lasten erforderlich.
(Bild: Tektronix)
Die Wasserstoff-Brennstoffzelle entwickelt sich zu einem zentralen Baustein der klimaneutralen Energieversorgung. Ob in Flurförderzeugen, Bussen, Fernlastwagen oder Backup-Stromsystemen, Brennstoffzellen ermöglichen saubere Energie ohne CO₂-Emissionen und gewinnen seit Jahren weltweit an Bedeutung. Laut aktuellen Reports ist der weltweite Markt in den letzten Jahren durchschnittlich jährlich etwa 20 bis 25 % gestiegen.
Damit Brennstoffzellen sicher, effizient und langlebig arbeiten, sind präzise Testverfahren unerlässlich. Tektronix DC-Hochleistungsstromversorgungen und elektronischen Lasten der Marke EA Elektro-Automatik (EA) unterstützen dabei.
Der Brennstoffzellentest und die passende Testhardware
Bild 1: Grundlegendes Funktionsschema einer Protonenaustauschmembran-Brennstoffzelle.
(Bild: Tektronix)
Bild 2: Ein Testaufbau für einen Brennstoffzellentest.
(Bild: Tektronix)
Brennstoffzellen-Stacks liefern hohe Ströme bei vergleichsweise niedrigen Spannungen. Für die Charakterisierung werden Polarisationskurven aufgenommen, Widerstände ermittelt und Dauerbelastungstests gefahren. Bei Automotive-Anwendungen muss ein Stack mindestens 5.000 Stunden, bei stationären Systemen mindestens 10.000 Stunden störungsfrei laufen. Prüfingenieure benötigen daher Geräte, die hohe Leistungen präzise aufnehmen, zurückspeisen und flexibel steuern können.
EA setzt auf DC-Stromversorgungen und regenerative DC-Lasten der 10000-Serie. Beide Gerätetypen können bis zu 60 kW pro Einheit verarbeiten und die aufgenommene Energie mit einem Wirkungsgrad von über 96 % ins Netz zurückspeisen. Dadurch sinken Energie- und Kühlkosten, was vor allem bei Langzeittests mit hoher Leistungsaufnahme entscheidend ist.
Die Geräte arbeiten mit echtem Autoranging. Mit der Technik kann man bei konstanter Leistung in einem breiten Spannungs- und Strombereich testen: von 0 bis 2.000 V und bis zu 1.000 A. So können unterschiedliche Zelltypen und Stackgrößen ohne Gerätewechsel geprüft werden, was Investitionskosten und Platzbedarf reduziert.
Integrierte Signalgeneratoren für flexible Prüfabläufe
Bild 3: Eine Autoranging-Betriebskurve.
(Bild: Tektronix)
Sowohl die Stromversorgungen als auch die regenerativen Lasten von EA verfügen über einen integrierten Arbiträr- und Funktionsgenerator. Damit lassen sich dynamische Lastprofile, Rampen oder Sinussignale ohne zusätzliche Hardware erzeugen. Prüfingenieure können so Widerstands- und Lebensdauertests automatisiert durchführen, etwa durch das Einspeisen definierter Stromimpulse oder Störsignale. Dies erleichtert sowohl die Erstcharakterisierung als auch beschleunigte Belastungstests.
Bild 4: Kurve der Spannung-Strom-Abgabe einer Brennstoffzelle.
(Bild: Tektronix)
Neben dem Test von realen Stacks ermöglichen die Netzteile auch die Simulation von Brennstoffzellen. Durch den variablen Ausgangswiderstand können typische Kennlinien nachgebildet und an Brennstoffzellen angeschlossene Geräte unter praxisnahen Bedingungen geprüft werden. Dies ist besonders wertvoll für Entwickler von Antriebs- und Versorgungssystemen, die ihre Komponenten schon vor Verfügbarkeit realer Brennstoffzellen validieren wollen.
Skalierbarkeit bis in den Megawattbereich
Für große Brennstoffzellen-Stacks lassen sich bis zu 64 Geräte parallel betreiben und Leistungen bis 3,84 MW testen. EA bietet damit eine Lösung, die von Laboranwendungen bis zu industriellen Hochleistungsprüfständen reicht.
Diese Skalierbarkeit geht einher mit einer durchdachten Bedienphilosophie: Die Geräte sind mit mehrfarbigen Touchscreens und der Software EA Power Control ausgestattet. Tests können ohne Programmierkenntnisse eingerichtet und über USB, Ethernet, CAN, Profibus oder ModBus automatisiert werden. Für Entwickler bedeutet das kürzere Rüstzeiten und reproduzierbare Ergebnisse.
Zuverlässigkeit und Validierung
Die präzisen Source Measure Units (SMU) von Tektronix sind ein zentrales Werkzeug, um Brennstoffzellen-Stacks zu charakterisieren. Sie ermöglichen hochauflösende I-V-Messungen an Elektroden und Membranen unter variablen Lastbedingungen und liefern damit die Datenbasis, um die Leitfähigkeit zu optimieren, Alterungsprozesse frühzeitig zu erkennen und Leistungsmodelle abzusichern. Ergänzend erfassen Tektronix-Oszilloskope schnelle transiente Vorgänge mit hoher Signaltreue und überwachen die Signalintegrität während des dynamischen Betriebs.
In Kombination stellt die Messtechnik die Genauigkeit und Detailtiefe bereit, die erforderlich sind, um eine stabile und effiziente Brennstoffzellenperformance auch unter wechselnden Betriebsbedingungen zuverlässig zu gewährleisten. Betriebsbedingungen zuverlässig zu gewährleisten.
EA-Systeme speisen die beim Bremsen von Brennstoffzellen-Stacks entstehende Energie ins Netz zurück. Das reduziert die Verlustleistung um bis zu 96 % gegenüber konventionellen Lasten. Die geringere Wärmeentwicklung ermöglicht kompaktere Bauformen und verringert die Anforderungen an die Kühlinfrastruktur.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Fazit: Testsysteme mit hoher Leistungsdichte
Die Charakterisierung von Brennstoffzellen-Stacks erfordert Testsysteme mit hoher Leistungsdichte, präziser Messtechnik und flexibler Skalierung. EA-Stromversorgungen und regenerative Lasten decken Leistungsbereiche von wenigen Watt bis in den Megawatt-Bereich ab. Die Source Measure Units und Oszilloskope von Tektronix liefern die notwendige Messgenauigkeit für I-V-Charakterisierung und transiente Analyse.
Diese Kombination ermöglicht sowohl die Einzelzell-Analyse im Labor als auch die Validierung kompletter Stack-Systeme unter realitätsnahen Betriebsbedingungen. Die Integration verschiedener Kommunikationsprotokolle erlaubt die Automatisierung komplexer Testsequenzen und die Erfassung reproduzierbarer Messdaten für die Brennstoffzellen-Entwicklung. (heh )