Patentstreit: Wolfspeed verklagt Navitas +++ Studie: Batteriespeicher im Strommarkt +++ Sequenzierung von elektischen LastenLeistungselektronik
Bleiben Sie mit dem Newsletter von Leistungselektronik auf dem Laufenden.
Im Browser öffnen
Facebook Icon
LinkedIn Icon
XING Icon

Leistungselektronik-Newsletter

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

seit Juni 2026 regelt der Paragraph 42c im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) diese dezentrale Stromeinspeisung zwischen Erzeugern und Verbrauchern, beispielsweise in Nachbarschaften. Auf dem Papier ein Meilenstein: Letztverbraucher dürfen erneuerbaren Strom erstmals über das öffentliche Netz teilen, ohne physische Direktleitung. Die Bundesnetzagentur bleibt bewusst außen vor – die Abwicklung läuft über Netzbetreiber und Dienstleister. Klingt nach Entbürokratisierung. Ist es aber nur zur Hälfte.

Denn der Gesetzgeber hat einen Rahmen geschaffen, die Hausaufgaben aber an anderer Stelle liegen gelassen. Mehrere Verteilnetzbetreiber signalisieren bereits, dass die technische Umsetzung erst später kommt – ein Muster, das schon die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung seit 2023 gezeigt hat. Die eigentliche Bremse: Ohne Smart Meter läuft nichts, und die Einbauquote liegt aktuell bei rund 5,5 Prozent. Dazu kommt, dass Deutschland – anders als Österreich, Italien oder Spanien – bewusst auf finanzielle Anreize wie reduzierte Netzentgelte verzichtet hat.

Für kleine Anbieter, die eigentliche Zielgruppe, wird es dadurch besonders unattraktiv: Abgaben fallen voll an, Skaleneffekte fehlen, und Marktbeobachtungen rechnen mit 4 bis 6 Cent Servicekosten pro Kilowattstunde – der schmale Vorteil gegenüber dem Eigenverbrauch ist damit schnell aufgezehrt.

Für unsere Leserschaft aus Netzbetrieb, Messtechnik und Energiewirtschaft heißt das: 2026 ist das Jahr der Pilotprojekte, nicht des Rollouts. Ein belastbarer Markt entsteht frühestens 2028/29, wenn Smart-Meter-Rollout und IT-Prozesse nachgezogen haben. Wer als Hersteller oder Dienstleister jetzt positioniert ist, hat einen Zeitvorsprung – sofern er das Momentum nicht überschätzt.

Energy Sharing ist kein Rohrkrepierer, aber auch kein Selbstläufer. Der Rahmen steht. Jetzt muss die Infrastruktur nachziehen – und die Politik nachbessern.

Herzlichst, Ihr
Michael Richter
Redakteur
 
 
Wolfspeed verklagt Navitas

Patentstreit im Herzen der Wide-Bandgap-Branche

Wolfspeed verklagt Navitas wegen mutmaßlicher Patentverletzungen bei GaN- und SiC-Leistungshalbleitern. Der Rechtsstreit trifft auf einen boomenden Markt – und kommt für Wolfspeed zu einem strategisch bemerkenswerten Zeitpunkt. Weiterlesen auf ELEKTRONIKPRAXIS
 
 
 
 
Das Ende teurer Stromspitzen?

Wie Batteriespeicher den Strommarkt verändern

Eine vom Bundesverband Erneuerbare Energie in Auftrag gegebene Studie des Fraunhofer IEE rechnet nach, was zusätzliche Batteriespeicher im deutschen Stromsystem bewirkt hätten – und kommt auf Milliardenbeträge. Die Autoren mahnen zugleich zur vorsichtigen Interpretation ihrer Zahlen. Weiterlesen auf ELEKTRONIKPRAXIS
 
 
Stromversorgungen

Digital konfigurierbare DC/DC-Wandler reduzieren Variantenaufwand

Digitale Konfigurierbarkeit kann den Variantenaufwand in industriellen Stromversorgungen erheblich senken, denn dann müssen für unterschiedliche Spannungsebenen nicht eigene Wandler vorgehalten werden. Ein digital konfigurierbarer DC/DC-Wandler schafft Abhilfe. Weiterlesen auf ELEKTRONIKPRAXIS
 
 
Rechenzentrum im Vorgarten

Wie ungenutzte Stromkapazität zu Rechenleistung wird

Was wäre, wenn das nächste KI-Rechenzentrum nicht im Gewerbegebiet, sondern im Einfamilienhaus steht? Das Konzept XFRA von Span will ungenutzte Stromreserven in Wohngebäuden für verteilte KI-Inferenz nutzen – und stellt damit das klassische Rechenzentrumsmodell infrage. Weiterlesen auf ELEKTRONIKPRAXIS
 
 
Sequenzierbausteine

Einfaches Sequenzieren von elektrischen Lasten

Ein Sequencing kann mit den richtigen Bausteinen recht einfach ausgeführt werden. Bei den meisten Anwendungen ist keine zusätzliche Hilfsspannungsversorgung nötig und eine aufwändige Programmierung entfällt. Somit kann eine zuverlässige Sequenzierung in kürzester Zeit entworfen werden. Weiterlesen auf ELEKTRONIKPRAXIS
 
 
Battery-Pass-Ready

Testumgebung für digitalen Batteriepass geht live

Ab Februar 2027 wird der digitale Batteriepass (DBP) in der EU zur Pflicht. Um Herstellern und Software-Dienstleistern den Übergang zu erleichtern, hat das Konsortium „BatteryPass-Ready“ nun eine Testumgebung gestartet. Sie dient als Pilotprojekt für künftige digitale Produktpässe (DPP) und soll den bürokratischen Aufwand langfristig in einen digitalen Wettbewerbsvorteil verwandeln. Weiterlesen auf ELEKTRONIKPRAXIS
 

Anzeige

 

Elektromagnetische Verträglichkeit von elektrischen Kleinantrieben

Das Buch gibt Ihnen einen Überblick über EMV und die geltenden Rahmenbedingen für die Markteinführung elektrischer Kleinantriebe. Es beschreibt die Effekte, Kopplungswege und Prüfverfahren sowohl für die Störaussendung der Energiewandlung als auch für die Störfestigkeit der Sensorik. Mehr erfahren
 
 
Kompakte 6W DC/DC-Wandler

Mit 4:1-Eingang in zwei bewährten Gehäuseformaten

Recom hat die Serien REC6K-AW und REC6K-RW für geregelte 6-W-DC/DC-Wandler vorgestellt. Die Module bieten einen weiten 4:1-Eingang, geregelte isolierte Ausgänge sowie verschiedene Gehäusevarianten für Industrieanwendungen mit unterschiedlichen Anforderungen an Bauraum und Isolation. Weiterlesen auf ELEKTRONIKPRAXIS
 
 
32,5 Prozent Wirkungsgrad

Wie stabil Perowskit-Solarzellen im Einsatz sind

Silizium-Solarzellen stoßen physikalisch an ihre Grenzen. Das Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) hat nun mit einem zertifizierten Wirkungsgrad von 32,5 Prozent einen neuen Weltrekord für Perowskit-Silizium-Tandemzellen aufgestellt. Doch für den industriellen Einsatz zählt mehr als nur die reine Power: Die Prognosen zur Langzeitstabilität rücken in den Fokus. Weiterlesen auf ELEKTRONIKPRAXIS
 
 

Whitepaper

 
Gesponsert
Hochspannung sicher simulieren

Entladungen im Isolierungsdesign beherrschen

Elektrische Entladungen können Isolierungen altern lassen und zum Ausfall führen. Das Whitepaper zeigt, wie Simulation hilft, Entladungsprozesse in Gasen, Flüssigkeiten und Feststoffen zu modellieren, zu validieren und Designs abzusichern. Weiterlesen auf ELEKTRONIKPRAXIS