EV-Pumper/Lüfter-Treiber Betriebslebensdauer bis zu 15.000 Stunden

| Aktualisiert am 19.11.2021Von Gerd Kucera

Dieser spezieller Pumpen-Treiber-IC für die Automotive-Branche erfüllt laut Herstellerangaben die Anforderungen an hohe Umgebungstemperaturen und lange Lebensdauer.

(Bild: Melexis)

Die neueste Version dieses für die Automotive-Branche zugelassenen 2,2-A-Pumpen-/Lüfter-Treiber-ICs ist für hohe Umgebungstemperaturen optimiert und unterstützt eine längere Betriebslebensdauer. Der Einspulen-Pumpen-/Lüfter-IC mit der Bezeichnung MLX90412GLW integriert die Treiberstufe und ist für Anwendungen bei hohen Umgebungstemperaturen, etwa Wasserpumpen in Fahrzeugen, vorgesehen. Der Baustein treibt Pumpen mit bis zu 15 W Leistung in Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor an. Hier treten maximale Umgebungstemperaturen von bis zu 135 °C auf. In Elektrofahrzeugen (EV) kann er für Wasserpumpen mit bis zu 20 W Leistung bei einer maximalen Umgebungstemperatur von 85 °C eingesetzt werden.

Der MLX90412GLW entspricht den strengen Anforderungen an die Betriebslebensdauer. Diese reicht bis zu 15.000 Stunden in EV-Anwendungen zur Batteriekühlung. Der Automotive-konforme Einspulen-Motortreiber enthält alle notwendigen Schutzfunktionen. Der Chip lässt sich für verschiedene BLDC-Kommutierungsoptionen konfigurieren: vom Sinuswellenmodus, der das geringste Rauschen bietet, über einen Modus mit hohem Drehmoment bis hin zu einem Modus mit niedriger EMI für On/Off-Anwendungen, die ein Minimum an externen EMI-Filterkomponenten erfordern.

Der Baustein ist sowohl für einfache zweiadrige Pumpen mit On/Off-Funktion geeignet als auch für vieradrige Pumpen mit variabler Drehzahl via PWM-Schnittstelle mit Diagnose-Rückmeldung. Dreiadrige LIN-basierte Wasserpumpen werden mit dem LIN-MCU-Gateway MLX81113 von Melexis unterstützt.

Der hohe Integrationsgrad des MLX90412GLW erfordert weniger externe Bauelemente als bei herkömmlichen Lösungen. Das Prototyping erfolgt durch die benutzerfreundliche GUI sehr schnell, da sich damit alle verfügbaren Optionen konfigurieren lassen. Die gesamte Entwicklung kann ohne Motorsteuerungssoftware abgeschlossen werden, was eine schnelle Validierung und Markteinführung mit minimalen technischen Ressourcen gewährleistet, versichert Melexis.

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