Bauteile-Management Abgekündigte oder nicht lieferbare Bauteile vermeiden

Von Gerd Kucera

OMNYA ist eine skalierbare Management-Lösung zwischen Cadence-Entwicklungstools und den Unternehmensdaten, die in einer PLM-, ERP- oder Bestelldatenbank verwendet werden. Auch sollen Preise und EOL-Informationen bei der Auswahl der Komponenten helfen.

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Das Dashboard in OMNYA zeigt zu den gesuchten Bauteilen den Status und den entsprechenden Handlungsbedarf.
Das Dashboard in OMNYA zeigt zu den gesuchten Bauteilen den Status und den entsprechenden Handlungsbedarf.
(Bild: Cadence/FlowCAD)

Bei der Entwicklung von Elektronik sind nicht nur die technischen Eigenschaften zu berücksichtigen. Die kommerziellen und logistischen Parameter von Bauteilen wie Lieferzeit, Freigaben, Lagerbestand und Preis spielen bei der Entwicklung einer Schaltung eine immer wichtigere Rolle. In vielen Unternehmen sind für diese Informationen aber andere Abteilungen verantwortlich und der Entwickler hat keinen Zugriff auf die Informationen. Hier soll OMNYA helfen.

Die OMNYA Integration Platform ist eine umfassende Lösung zur Verwaltung elektronischer Daten von Bauteilen. Sie ist laut FlowCAD tief in die Design-Umgebung integriert und zeige dem Entwickler alle erforderlichen Informationen zu den Bauteilen in seiner Entwicklungsumgebung an. Die Schnittstellen zu den Informationsquellen im Unternehmen lassen sich leicht konfigurieren. Installiert wird OMNYA in einer sicheren Cloud oder lokal auf einem Server.

Wenn einmal die Informationen bereitstehen, können Entwickler und Einkäufer schnell alternative Bauteile definieren und auf Stücklisten mit Präferenzen zurückgreifen, betont FlowCAD. Werden über eine Product Change Notification, bekannt als PCN, Änderungen zu einem Bauteil veröffentlicht, stehen dem Entwickler Informationen wie das End of Life (EOL) oder ein Die-Shrink umgehend in seiner Umgebung zur Verfügung. Je nach Änderung am Bauteilstatus können mit einem Where-Used-Report alle Designs angezeigt werden, in denen das betroffene Bauteil verbaut wurde. Auf diese Weise, so FlowCAD, können Redesigns von Baugruppen gezielt frühzeitig geplant werden.

„Um aktuelle Bauteilinformationen zu bekommen, lassen sich mit einem hinterlegten Login diese Daten bei Bauteildistributoren wie Arrow, Digikey, Mouser und anderen in Echtzeit abgefragen“, konstatiert FlowCAD-Geschäftsführer Dirk Müller, „die Suche nach neuen Bauteilen wird in der Design-Umgebung mit dem Datensatz eines Distributors durchgeführt und mit einem vier Augenprinzip lassen sich die Bauteile in die Entwicklungs-Bibliothek importieren.“

Die Verwaltung so genannter Beistellteile, das sind beispielsweise ein Kühlkörper, die Wärmeleitpaste, die Schrauben und eine Firmware für ein FPGA, können diese Beistellteile z.B. an das FPGA angehängt werden. Mit der Verwaltung von verschiedenen Revisionen lasse sich sicherstellen, dass alle erforderlichen Bestandteile auf der Stückliste erscheinen. Die Revisionsverwaltung bietet auch die Möglichkeit Änderungen an Footprints für unterschiedliche Lötverfahren in einer zentralen Bibliothek zu definieren und zu verfolgen, heißt es.

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